nRF54L15 · WLCSP CSP47 · Modul AN54LV-15 · Datenblatt v1.0
nRF54 Konfigurator
Ein Tool von Dunkel Engineering — Elektronik-Entwicklung & Fertigung, Schweiz
MCU wählen, Gehäuse wählen, optional Modul — dann jeden Pin einmal richtig zuweisen.
AN54LV-15-Pin → Signal, jede Fähigkeit gegen das Datenblatt geprüft.
Grün = kann · Rot = kann nicht.
32
GPIO gesamt
21
Wake-fähig (P0+P1)
8
Analog (AINx)
11
P2 · kein IRQ/Wake
MCUGehäuseModulErst MCU, dann Gehäuse wählen — trägt das Gehäuse ein Raytac-Modul, erscheint zusätzlich das Modul-Dropdown. Pin-Tabelle, Descriptor, Planner, Platzierung & Export folgen der Auswahl; Port-Regeln gelten chip-weit. Wechsel leert den Plan. Weitere MCUs/Gehäuse/Module sind als Registry-Einträge ergänzbar.EN
Besonderheiten auf einen Blick · nRF54L15EinschränkungFähigkeitFalle
P2: kein Interrupt, kein Wake, kein SENSE/DETECT (kein GPIOTE) — IRQ & Aufwecken nur über P0/P1.
P2: dafür Extra High Drive & bis 64 MHz — einziger Ort für 32-MHz-SPIM00 und UARTE00.
Analog nur auf P1 — AIN0–7 & EXTREF. P0 und P2 haben keinen ADC-Eingang.
I²C nur auf P0/P1 — kein I²C auf P2; nur SCL muss auf einen Clock-Pin, SDA ist frei.
32-MHz-HS-SPI (SPIM00) nur auf P2 — feste Pins, SCK + Daten im selben Cluster, E0/E1.
Deep-Sleep-Wake nur P0/P1 (DETECT), plus LPCOMP / NFC-Field / GRTC — Aufwachen = System-Reset.
NFC-Pins P1.02/03 booten als NFC (per UICR freigeben); im Sleep beide auf gleichen Pegel → sonst Leckstrom.
LFXO P1.00/01auf dem AN54LV-15 ist der 32,768-kHz-Quarz bestückt → XL1/XL2 belegt.
RADIO-DFE & TAMPC belegen bestimmte P1-Pins (RADIO[0–6], ASI/ASO), wenn aktiv.
Floating Digital-Input zwischen VIL…VIH = Querstrom im Sleep — Buffer trennen oder Pull.
Pins nicht über Ports mischen — alle Leitungen einer Peripherie im selben Port.
Drive-Grenzen: Standard ~3 mA · High 3–5 mA · Extra 14/16 mA (P2) · Σ ≤ 15 mA · IO 1,7–3,6 V.
Package-LageDie/Gehäuse — Pin wählen, Lage leuchtet auf
QuarzANTPowerGND
Pin antippen für Signal & Fähigkeiten. Oben schaltest du zwischen
Schematisch und Layout (physische Pad-Lage) um. Über Hervorheben markierst du einen
Port, eine Eigenschaft oder einen ganzen Bus — danach lassen sich einzelne Bus-Signale
separat hervorheben. Die Markierung gilt in beiden Ansichten.
3D-Ansicht · Modul & Größenvergleich
ModulGrößenvergleich
Pin im Layout oder in der Tabelle überfahren = zugehöriges Pad leuchtet im 3D-Modell; im Größenvergleich leuchtet das gleiche Signal auf allen Modulen · Ziehen = drehen/kippen bis zur Unterseite (LGA-Pads aus den Altium-Footprints) · im Größenvergleich: Mausrad = zoomen auf den Cursor, Shift- oder Mitteltasten-Ziehen = verschieben · Doppelklick = Ansicht zurücksetzen. Maße aus den Hersteller-Datenblättern (STEP/Spec); Bare-Chip-Höhen typisch. Der Größenvergleich zeigt die Module der gewählten Chip-Familie maßstabsgetreu. Antennengewinn = Herstellerangabe vom Evalboard — die reale Reichweite bestimmen Groundplane, Gehäuse und Platzierung.
Pin-Planner · Belegung zusammenstellen
Hinzufügen — es werden nur gültige, freie Pins angebotenSPI HS 32 MHz · Gr. ASPI HS 32 MHz · Gr. BUART HS · Gr. AUART HS · Gr. BQSPI (FLPR)DK-Flash MX25R6435FTrace (ETM)I²CUART ≤ 8 MHzSPI ≤ 8 MHzADC-KanalTaster / IRQGPIO-AusgangPWM (P1)Open-Drain-EingangPDM-MikrofonNFC-Antenne↶↷
ExportZephyr pinctrl kopierenKI-Prompt kopierenPin-Tabelle kopierenKiCad-NetzlisteAltium-NetzlisteDrucken / PDF
Projekt💾 Speichern (.json)📂 Laden🔗 PermalinkGeplante Pins werden im 2D-Descriptor markiert und erscheinen automatisch als Blöcke in der Platzierung.
Platzierung · Ideale Pinbelegung
Komponente★ Vorlage speichern✕ Vorlage löschen
Busse
SignaleIRQODEN/OUTPWMFLPR-PWM·P2ADC
PrioritätStandard
Aktionen+ IC platzierenKürzeste Belegung berechnenICs leeren✕ Bearbeitung abbrechen
Ein IC kann mehrere Anforderungen kombinieren (z. B. I²C + 2×IRQ + EN); mehrere ICs können sich denselben I²C-Bus teilen (Bus-Pins werden am Schwerpunkt aller Teilnehmer gewählt). ICs mit der Maus ziehen. „Kürzeste Belegung berechnen" schlägt für jeden IC
die nächstliegenden gültigen freien Pins vor (Distanz ≈ mm, Luftlinie) — bei HS-SPI die nähere Pin-Gruppe A/B. Mit „Übernehmen" wandert der Vorschlag inkl. IC-Name in den Pin-Planner. Reihenfolge der ICs = Priorität. Das Modul selbst lässt sich ziehen — Leertaste beim Ziehen dreht es um 90° (ICs bleiben stehen); der SWD-Programmier-Port erscheint als eigener Block. Beim Anfassen oder Bearbeiten eines Blocks leuchten alle freien Pins, die dessen Anforderungen erfüllen könnten; Planner-Einträge ohne Pinwahl erscheinen mit „—" und bekommen per ↻ die nächstliegenden gültigen Pins.
Serielle Schnittstellen · SPI · UART · I²C
bis 5
SPI
SPIM/SPIS · 1× 32 MHz (HS), 4× ≤ 8 MHz
bis 4
I²C
TWIM/TWIS · nur SCL = Clock-Pin
bis 5
UART
UARTE · 1× HS (00)
1
QSPI
via FLPR emuliert · P2
1
I²S
I2S20 · Audio
2
PDM
PDM20/21 · Digital-Mikrofon
1
NFC
NFCT · P1.02/03
Geteilte SERIAL-Blöcke — max. 5 serielle Busse gleichzeitig
SERIAL0032 MHz
MCU-Domäne · High-Speed · P2
SPI (M/S)UART
SERIAL20
Peripheral-Domäne · P1 · ≤ 8 MHz
SPII²CUART
SERIAL21
Peripheral-Domäne · P1 · ≤ 8 MHz
SPII²CUART
SERIAL22
Peripheral-Domäne · P1 · ≤ 8 MHz
SPII²CUART
SERIAL30
Low-Power-Domäne · P0 · ≤ 8 MHz
SPII²CUART
Wichtig: SPI, I²C und UART teilen sich dieselben 5 SERIAL-Blöcke (00, 20, 21, 22, 30).
Jeder Block ist immer nur eine Rolle gleichzeitig — die Summe aller seriellen Busse ist also ≤ 5.
Beispiel: 2×SPI + 2×I²C + 1×UART geht, aber nicht 5×SPI und 4×I²C zugleich. QSPI, I²S, PDM und NFC sind eigene Peripherien und zählen separat.
Eine HS-SPI, vier Standard-SPI. Nur SPIM00 ist der High-Speed-SPI
(bis 32 MHz) mit festen dedizierten Pins auf P2. Die vier Standard-SPI (SPIM/SPIS20–22, ≤ 8 MHz)
sind frei auf P1 platzierbar.
High-Speed SPI · SPIM00 bis 32 MHznur P2
Datenblatt Tab. 76/81 · dedizierte Pins · PSEL muss exakt diese Pins nutzen
SPIM00 hat einen SCK — wähle als Clock-Pin P2.01 (Pin 17)oderP2.06 (Pin 16).
Jedes Datensignal hat zwar zwei mögliche Pins, muss aber nahe am gewählten SCK-Pin liegen (gleiche interne
Laufzeit) — praktisch bleibst du damit in einem Cluster. Für 32 MHz alle Leitungen mit
DRIVE0=E0 / DRIVE1=E1 (extra high drive) konfigurieren, gleich lange PCB-Traces, max. Last 25 pF inkl. Pin-Kapazität.
Signal
Clock-Pin?
Gruppe A · P2.00–05
Gruppe B · P2.06–10
SCK
◆ ja
Pin 17 · P2.01
Pin 16 · P2.06
SDO (MOSI)
–
Pin 24 · P2.02
Pin 8 · P2.08
SDI (MISO)
–
Pin 14 · P2.04
Pin 13 · P2.09
CSN
–
Pin 10 · P2.05
Pin 6 · P2.10
DCX (opt.)
–
Pin 12 · P2.00
Pin 18 · P2.07
Mischen? Keine Register-Sperre — aber ein Datenpin aus dem
anderen Cluster läge zu weit vom SCK-Pin, die internen Laufzeiten passen dann nicht und der Bus fällt bei 32 MHz aus.
Also: SCK wählen, Datenpins direkt daneben. SPIS (Slave) nutzt dieselben Pins (SCK/SDO/SDI/CSN, ohne DCX);
auf P1 ist SPI generell auf ≤ 8 MHz begrenzt.
muss P1-Clock-Pin sein: 19·P1.08 25·P1.04 27·P1.03 37·P1.12 39·P1.11
SDO / SDI / CSN
beliebige P1-Pins nahe am SCK (gleich lange Leitungen)
Cross-domain
alternativ auf P2-Gruppe A (=·20)/B (=·21) — nur Constant-Latency-Modus
UART · UARTE00 HS · P2
Signal
Gruppe A · P2.00–05
Gruppe B · P2.06–10
TXD
Pin 24 · P2.02
Pin 8 · P2.08
RXD
Pin 12 · P2.00
Pin 18 · P2.07
CTS
Pin 14 · P2.04
Pin 13 · P2.09
RTS
Pin 10 · P2.05
Pin 6 · P2.10
Standard UARTE20/21 frei auf jedem P1-Pin platzierbar.
I²C — TWIM / TWIS nur SCL ist Clock-relevant
Datenblatt Tab. 77 · SCL = Clock-Pin erforderlich, SDA nicht
Ja — bei I²C muss nur SCL auf einem Clock-Pin liegen; SDA ist ein beliebiger GPIO im selben Port.
I²C läuft nur auf P0 (TWIM/TWIS30) oder P1 (TWIM/TWIS20–22) — nicht auf P2 (kein TWIM00).
jeder andere GPIO im selben Port (P0 mit SCL auf P0, P1 mit SCL auf P1)
Hinweis zu den P1-Clock-Pins: Pin 27 (P1.03) bootet als NFC2 und
Pin 25/37/39 sind Analog-/TAMPC-Pins — vor der SCL-Nutzung im Haupttabelle-Filter auf Konflikte prüfen.
Sleep · Wakeup · Leckstrom
Wakeup aus Deep Sleep (System OFF)
Datenblatt §5.2 · SYSTEMOFF wakeup sources
Aus System OFF wecken nur diese Quellen — und ein Aufwachen löst immer einen System-Reset aus:
GPIO DETECT (Pegel-SENSE) — nur P0 / P1. P2 hat keinen DETECT.
LPCOMP ANADETECT — Analog-Komparator, an Analogpins (P1).
NFCT Wake-on-Field — über NFC1/NFC2 im NFC-Modus.
GRTC SYSCOUNTER-Compare — Timer-Wake, kein Pin nötig.
Debug-Session oder Pin-Reset (nRESET).
P2-Pins — in keinem Sleep-Modus (OFF oder ON) weckfähig.
Vor System OFF: EasyDMA beenden, HFXO stoppen (XOSTOP), RESETREAS löschen — sonst wacht der Chip sofort wieder auf.
NFC-Pins als GPIO im Sleep
Datenblatt §8.13.3 · INFC_LEAK / CPAD_NFC
AN54LV-15-Pin 27 = P1.03/NFC2 und Pin 29 = P1.02/NFC1. Sie booten als NFC-Antennenpins;
GPIO ist erst nutzbar, wenn NFC in PADCONFIG/UICR abgeschaltet wird.
Leckstrom: werden die beiden NFC-Pins im GPIO-Modus auf unterschiedliche
Logikpegel getrieben, fließt ein Leckstrom zwischen ihnen (INFC_LEAK). Vor jedem
Power-Saving-Modus beide Pins auf denselben Pegel legen.
Zusätzlich: höhere Pad-Kapazität CPAD_NFC ≈ 5 pF (normal ≈ 1 pF).
Bei aktiver NFC-Protection schließt eine Schutzschaltung die Pins kurz, sobald die Spannungsdifferenz ≈ 2 V übersteigt.
Drive Strength & Ströme
Datenblatt §11.5 · GPIO Electrical Specification
„Drive Strength" = Treiberstärke der Ausgänge. Die höchste Stufe heißt Extra High Drive und wird im Register PIN_CNF mit DRIVE0=E0 / DRIVE1=E1 gesetzt (daher „E0/E1") — nur auf P2.
Modus
IOL / IOH @ 0,4 V
Standard (S0/S1)
~3 mA (1–4)
High drive (H0/H1)
3–5 mA
Extra drive (E0/E1) — nur P2
14 / 16 mA
Summe aller GPIO
≤ 15 mA
Pull-up / Pull-down
~14 kΩ
VIH / VIL
0,7 / 0,3 × VDD
32-MHz-SPIM00 & TRACE brauchen zwingend E0/E1 → nur auf P2 verfügbar.
Floating-Inputs = Strom im Sleep
Datenblatt §8.8.1 · Digital input
Liegt ein als Digital-Input konfigurierter Pin dauerhaft zwischen VIL und VIH
(schwebend / halbe Spannung), steigt der Querstrom deutlich an — der größte versteckte Sleep-Verbraucher.
Ungenutzte Pins: Input-Buffer trennen (INPUT=Disconnect) oder Pull-up/Pull-down setzen.
Externe Treiber: Pins nicht über längere Zeit im Zwischenpegel halten.
Vermeiden: offener Taster ohne Pull, hochohmige Sensorleitung im Sleep.
Port-Fähigkeiten · Datenblatt Tab. 40
Port · Domäne
Wake / IRQ (GPIOTE)
Sense / Detect
Analog (SAADC)
Extra-Drive E0/E1
Max. Toggle
P0 · Low-Power
Ja · GPIOTE30 (4 ch)
Ja
Nein
Nein
8 MHz
P1 · Peripheral
Ja · GPIOTE20 (8 ch)
Ja
Ja · nur hier
Nein
8 MHz
P2 · MCU / High-Speed
Nein · kein GPIOTE
Nein
Nein
Ja · nur hier
64 MHz
Low-Power-Regel: Peripherie kann nur Pins der eigenen Domäne nutzen — SERIAL30 (SPIM/TWIM/UARTE30), GPIOTE30 und GRTC liegen fix auf P0. Im Ultra-Low-Power-Betrieb bleibt die LP-Domäne aktiv, während Peripheral- (P1/P3) und MCU-Domäne (P2) schlafen: Was dann noch kommunizieren oder schalten soll, gehört auf P0 — dafür in der Platzierung «Low-Power·P0» am IC setzen. Reines Aufwecken (Sense/GPIOTE) können P0 wie P1/P3 gleichermaßen; nur P2 kann nicht wecken.